Samstag, 25. Juni 2011

Motorradtour die zweite

Kapstadt
Tafelberg
(...) In Kapstadt angekommen haben wir die V&A Waterfront besichtigt und am nächsten Tag die Aussicht auf die Stadt vom Tafelberg aus genossen. Nach einem kleinen Stadtbummel in einer ziemlich ausgestorbenen Stadt am Sonntagnachmittag haben wir noch ein paar Souvenirs auf dem Green Market Square gekauft und den Abend gemütlich im Hostel („The Big Blue“) ausklingen lassen. Montags sind wir zum Kap der Guten Hoffnung gefahren – eine übrigens sehr schöne Fahrt entlang des Meers. Am Kap hat sich wieder bestätigt, wie schnell man über das Motorrad mit anderen Leuten ins Gespräch kommt.


Am Kap der guten Hoffnung
Während wir unser Foto vor dem bekannten Schild gemacht haben kam ein Minibus mit Indern an und die Hälfte der Inder war mehr daran interessiert ein Foto mit uns und der GS zu machen, wie mit dem Schild am Kap. Es war so amüsant, dass wir davon ein Video gedreht haben, denn eine solche Erfahrung hatten wir noch nicht gemacht. An den Boulder Beaches haben wir noch einige Zeit kleine Pinguine beobachtet und sind dann entlang der Ostküste Richtung Swellendam gefahren. In Swellendam haben wir in einem wunderschön häuslich geführten B&B mit Familienanschluss übernachtet (The Rose Garden bei Charlotte und Dr. Ters Weich), hatten sehr lange, schöne Gespräche mit den Gastgebern und sind nach einem reichhaltigen Frühstück mal wieder bei Temperaturen im einstelligen Bereich und dichtem Nebel nach Port Elizabeth gefahren. Nach einem kurzem Stop in Mossel Bay an einer Strandbar und einer Kekspause in Plettenberg Bay hat es angefangen zu regnen wie aus Kübeln und wir sind ziemlich verfroren in Port Elizabeth angekommen, wo wir ja noch unseren dritten BMW-Boxenstopp einlegen mussten, um die verlorene Speiche ersetzten zu lassen. Am nächsten Morgen sind wir wieder in die noch immer glitschnassen Klamotten rein und im gleichen Schiffwetter weiter nach East London gefahren. Leider haben wir wetterbedingterweise nicht viel von der schönen Garden Route gesehen.
Vom Motorrad aus auf dem Weg nach East London
In East London angekommen haben wir den Bruder von Pauls Tante Astrid besucht und uns dort erst mal wieder aufgewärmt. Jochen und Jana haben uns abends einen reichhaltigen Braai serviert und wir haben die Gesellschaft in der Familie Schnez genossen. Paula du bist einfach süß! J Da es am nächsten Tag noch immer ohne Pause geregnet hat, dass sogar Straßen in East London wegen Überschwemmung gesperrt wurden, haben wir beschlossen eine weitere außerplanmäßige Nacht bei Schnezens zu verbringen und danach auf direktem Wege nach Harding zu Claudia zu fahren. Nach 30min. waren wieder komplett durchgefroren und total durchnässt. Leider lagen noch weitere 5h Fahrt vor uns… Claudia hat uns ein Bad mit warmen Wasser aus dem Wasserkocher gemacht und uns mit einem heißen Kaffee und Süppchen liebevoll begrüßt. Danke! Am nächsten Tag nahm unsere Motorradtour zunächst ein Ende in Shaka’s Rock in der Lalaria Lodge (geführt von Errol und Caryl Leassick), wo wir die GS für 2 Wochen, während denen wir mit Claudia und Elke mit dem Mietwagen unterwegs waren, unterstellen konnten.


Männer bei der Arbeit
Waschen in Harding
Die ersten Tage der „Pfingstferien“ haben wir zusammen mit Pauls Mama in Harding verbracht, da Claudia noch 3 Tage Schule hatte und wir uns anschauen wollten, was Claudia während ihrem FSJ so macht, wo und wie sie lebt und wir Eindrücke über das Leben im schwarzen Südafrika gewinnen konnten. Nach Pauls zweitem Magen-Darm-Grippen Schub sind wir an die Küste Durbans gefahren und haben einen kurzen Strandtag eingelegt. Der nächste Morgen galt einem Farmer’s Market in der Nähe von Pinetown, wo es allerlei Souvenirs, Essen und Handwerkliches gibt. Abends hatten wir eine ganze Strecke bis zum Hluluwe Park zurückgelegt, in dem wir dann den Sonntag mit einem Game Drive (Safari) verbrachten.


Die Affen rasen durch den Wald...
Auch diese Safari war interessant und atemberaubend, wenn wir auch nicht so viele Tiere gesehen haben wir im Krügerpark. Dennoch sahen wir Giraffen, Buffalos, Elefanten, eine ganze Horde Äffchen und Zebras, einige Warzenschweine und natürlich wie immer Impalas – die McDonalds-Tiere der Wildnis. Montags fuhren wir Richtung Drakensberge und verbrachten die Nacht in einem schönen B&B in Winterton (The Swallow’s Nest bei Molly Osborne), um am nächsten Tag beim Cathedral Peak wandern zu gehen.


Wandern
Wir hatten unglaublich Glück mit dem Wetter. Natürlich war es abends und nachts immer sehr kühl, aber tagsüber hat die Sonne geschienen und es war angenehm warm. Nach unserer Wanderung zum Lake William und einer Runde Minigolf hatten wir uns darauf geeinigt abends zusammen Pizza essen zu gehen. Unsere Vermieterin des B&Bs hatte uns ein Restaurant genannt, das „Tower of Pizza“, angelegt an den Tower of Pisa und die Fahrt dorthin hätte locker der Strecke von Deutschland nach Pisa entsprechen können. Nach 1h Fahrt angekommen (wohlgemerkt nur für Pizza zu essen) bekamen wir köstliche Pizza serviert und mussten uns eingestehen, dass es sich doch gelohnt hat. Die letzten gemeinsamen Tage mit Elke und Claudia verbrachten wir wieder im Hostel in Durban, im „Anstey’s Beach Backpackers“ (http://www.ansteysbeach.co.za/ ) und gönnten uns noch zwei chillige Tage bevor es für Paul und mich wieder zurück nach Johannesburg und für Elke nach Deutschland ging.

Somit beendeten wir unsere Reise durch Südafrika mit 5100km auf der Tankuhr des Motorrads und weiteren 2000 km auf dem Tacho des Mietwagens in 40 Tagen. Morgen geht es für uns weiter nach China und wir sind gespannt, was uns dort alles erwarten wird. Heute werden wir noch den letzten Abend bei Klaus und Sabine mit Martina und Claudia verbringen. Nur als kleine Vorwarnung: China duldet weder Facebook noch Google und blockiert diese Seiten. Da unser Blog über eine von Google geführte Seite läuft, kann es sein, dass wir in China nicht bloggen können und ihr zumindest auf dem Blog im nächsten Monat nichts von uns hören werdet. Wir werden natürlich versuchen diese Zensur irgendwie zu umgehen, aber versprechen können wir nichts. Wir werden aber über Email zu erreichen sein und freuen uns natürlich immer wieder auch über Nachrichten von euch.

Also: Beijing, here we come!

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